Update: ZAP-X-Behandlung auch in München!

Vor wenigen Tagen berichteten wir erstmals über die neuste Innovation der Radiochirurgie, dem ZAP-X. Heute können wir ein erfreuliches Update für Betroffene eines Gehirntumors geben, denn: Die Behandlung mit dem ZAP-X ist auch in München möglich!

Außerdem wurden genauere Details zum Verfahren und den Voraussetzungen bekannt.


Ein Update von Katharina Edl




Wie die medizinische Medienplattform "Forschung und Wissen" am 04.07.21 berichtet, bietet das Europäische CyberKnife Zentrum München des Klinikums Großhadern ebenfalls diese neue Art der Tumorchirurgie an.


Der Leiter des Institutes, Prof. Alexander Muacevic, sagte dem FuW: „Der Patient liegt auf einer Liege und mehr als 100 Photonenstrahlen, eine Art ultraharte Röntgenstrahlen, treffen punktgenau auf einen Tumor. Dabei töten sie den Tumor in seinem Erbgut und nach einigen Wochen oder Monaten sterben die Tumorzellen ab.“


Und: „Mit ZAP-X ermöglichen wir die Radiochirurgie als gezielte einmalige Bestrahlung von Tumoren als Alternative zur Operation“.

Dabei bedarf es keiner Narkose. Zumal der Eingriff ambulant vorgenommen wird.



Für diese Erkrankungen kommt eine radiochirurgische Behandlung mit dem "Hightech-Roboter" infrage: Meningeome, Neurinome, Hypophysenadenome, vaskuläre Fehlbildungen und Metastasen.



Doch für welche Stadien der Tumorerkrankung ist nun dieses Verfahren geeignet?

Tatsächlich gibt es einige Voraussetzungen, die gegeben sein müssen, damit eine Behandlung mit dem ZAP-X überhaupt infrage kommt:


+ Der Tumor darf maximal eine Größe von 3.5 cm aufweisen

+ Darf nicht gestreut haben.

+ Das Verfahren ist nur am einzelnen Tumor ausführbar.

+ Geeignet im frühen, bis mittleren Erkrankungsstadium.



FuW verglich die Kosten der klassischen neurochirurgischen Operation, mit dem Eingriff via ZAP-X und kam zum Ergebnis:

"Die roboterassistierte Operation kostet etwa 7.500 Euro, die von den privaten Krankenkassen und der AOK Bayern bereits übernommen werden. Eine klassische Operation kosten im Vergleich rund 10.000 Euro - ohne Reha."



Die Dauer des Eingriffs beträgt etwa 30 Minuten, vergleichbar also mit der bildgebenden MRT-Untersuchung.




30 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen