"Mir ist es wichtig, nun Anderen zu helfen": Melissa Wittmann im großen Cancer Survivor Talk

"Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, dass im Körper was drin ist, was einen umbringt. Ich kann's mir einfach nicht vorstellen", sagt Melissa lächelnd im Gespräch mit Initiatorin Katharina Edl. Ihr bezauberndes Lächeln hat die 22-Jährige auch während der Krebstherapie nicht verloren. Melissa ist geradezu ein Paradebeispiel dafür, wie uns die Macht der Gedanken beeinflussen und wie wichtig es ist, auf sein Bauchgefühl zu vertrauen. Aufmerksame Leser unserer Plattform kennen Melissa bereits als eine unserer "Cancer Survivor". Für die Initiative hat sie bereits ihre Erfahrung niedergeschrieben.

Nun folgt das große Patienten-Patienten-Gespräch mit Katharina Edl!


Der komplette 47-minütige Talk befindet sich als Video am Ende des Artikels.



Im Oktober 2015 erhielt Melissa die Diagnose "Ewing Sarkom im Becken". Wie groß war der Schock für die damals 16-Jährige? "Das hört sich vielleicht jetzt ein bisschen komisch an, aber ich war erstmal erleichtert, dass man überhaupt was gefunden hat", sagt sie. "Es gibt eine Therapie und ich werde wieder gesund - Ja, ich war erstmal erleichtert, dass mir geholfen werden kann", erinnert sich die junge Frau, die aufgrund ihrer starken Schmerzen nachts nur mehr etwa 2 Stunden schlafen konnte.


Sie begann also die Chemotherapie, die nach der ersten Einheit bereits sicht- und spürbare Verbesserungen mit sich brachte: Die Schmerzen vergingen und sogar die Schwellung wurde weniger. Doch wenn die Chemo so gut anschlägt, dann lässt auch der gefürchtete Haarausfall nicht lange auf sich warten. Melissa aber hat für sich einen beeindruckenden Weg gefunden, mit diesem neuen Umstand umzugehen. Den Prozess beschreibt sie so: "Ich bin immer wach geworden und da lagen viele Haare auf dem Kopfkissen. Das hat mich schon ein bisschen genervt und bin dann auch immer mit der Hand durch die Haare. Und dann dachte ich mir, ich schneide mir meine Haare einfach ein bisschen ab (Melissa's Haar ging weit über die Schultern). Es war aber wirklich kein Problem für mich.


Als dann der Haarausfall immer schlimmer wurde, entschied sie sich, ihr Haar komplett abzurasieren. "Für mich war das keine Überwindung, weil mich die losen Haare einfach nur noch störten. Es war eher für meine Mama schlimm und als sie mich sah, hatte sie auch Tränen in den Augen."


Der Kampf gegen das Ewing Sarkom war das Eine - der Kampf gegen Lungenmetastasen das Andere - und das waren etwa 70 Stück an der Zahl! Diese entwickelten sich zwar während der Therapie gegen den Knochenkrebs ebenfalls zurück, doch dann erlitt Melissa einen Rückfall: Die Metastasen sind wieder da!

Was geschah dann? "Dann gab's halt nochmal eine zweite Therapie" sagt sie und verliert auch hier nicht ihr Lächeln.


Ich finde sowohl Melissa's Kraft für ihren sehr schweren Weg, als auch ihren Umgang damit einfach sagenhaft! Ich, als ebenfalls Betroffene, ziehe vor ihr sehr tief meinen Hut!

Sie und ihre Geschichte sind unglaublich wertvoll....

Aber nun lasst Euch selbst von Melissa in den Bann ziehen:








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